Die rechtliche Basis: ein reglementiertes Gewerbe
Immobilienmakler:in ist in Österreich, wie Immobilienverwaltung und Bauträger, ein reglementiertes Gewerbe: Es darf erst nach Nachweis der entsprechenden Befähigung ausgeübt werden. Der Standardweg führt über die Befähigungsprüfung; einschlägige Praxiszeiten sind Voraussetzung.
Wer einen facheinschlägigen Universitätslehrgang oder FH-Studiengang abschließt und mindestens ein Jahr fachlich tätig war, erhält die Gewerbeberechtigung ohne weitere Prüfung.
Angestellt, Haftungsdach oder eigenes Gewerbe?
- Angestellt im Maklerbüro: geringes Risiko, aber Splits, fremde Marke und gedeckelte Entwicklung.
- Eigenes Gewerbe solo: volle Freiheit, aber auch volle Infrastrukturkosten, kein Dealflow am Anfang und jede Menge Administration.
- Community-Modell: selbstständig unter eigener Marke, aber mit Lizenz und Haftungsdach, Software, kuratiertem Dealflow und geteilten Infrastrukturkosten.
Die Rechnung, die kaum jemand aufmacht
Entscheidend ist nicht die Provisionshöhe, sondern was nach Split, Infrastruktur und unbezahlter Verwaltungszeit übrig bleibt. Klassische Büros behalten oft rund die Hälfte des Umsatzes. Rechne dein eigenes Szenario durch, bevor du dich bindest.
85 Prozent Provision ab dem ersten Deal, 100 Prozent ab 150.000 Euro Jahresumsatz, fixer Software-Beitrag, dazu kuratierter Dealflow, Personal-Branding-Produktion und Beteiligungsmodelle für Top-Performer.
Was den Unterschied im ersten Jahr macht
- Dealflow statt Kaltakquise: Zugang zu exklusiven, aufbereiteten Objekten entscheidet über die ersten zwölf Monate.
- Software, die Admin wegräumt: Exposé-Erstellung, Portale, Termine und Abrechnung kosten sonst die halbe Woche.
- Sichtbarkeit unter eigenem Namen: Personal Branding kompensiert die fehlende Bürobekanntheit und baut ein eigenes Asset auf.
- Community statt Einzelkämpfer-Modus: Standards, Austausch und geteilte Pipeline heben die Abschlussquote.